3D Renderings | Täuschend echt

Was versteht man unter dem Begriff „Rendering“, was sind die gängigsten Techniken und was sind die derzeit wichtigsten „Engines“ und Renderingprogramme um dreidimensionale Bewegtbilder zu kreieren?

Hinter dem Begriff Rendering, was so viel wie „Übertragung“ oder „Wiedergabe“ bedeutet, werden zuvor programmierte Datensätze in Bilder umgewandelt. Es handelt sich um komplexe Berechnungen. Grafiken werden auf Grundlage bestimmter Rohdaten erschaffen. Als „Rendering“ versteht man demnach sowohl den Prozess der Umwandlung als auch das Resultat.

Aber warum rendert man überhaupt? Einfach erklärt, entstehen erst beim Renderprozess die Effekte und die Nachbearbeitung. Parameter wie Schärfe, Übergänge, Texturen, die Position im Raum oder auch die Belichtung werden während des Rendervorganges berechnet. Basis ist beispielsweise ein Model, welches aus einer Vielzahl an Polygonen besteht.

Unterschied 3D Visualisierung und Animation

Es gibt einen Unterschied zwischen Bild und Bewegtbild. Soll ein Bild, etwa für einen Druck entstehen, so spricht man von einer 3D Visualisierung. Soll hingegen ein Film entstehen, spricht man von Animation.

Zwei Rendermethoden

Man kann das Rendern in „Offline-Rendering“ und „Echtzeit-Rendering“ unterteilen. Aufwand und Geschwindigkeit unterscheiden sich bei diesen Methoden deutlich voneinander.

Das „Offline-Rendering“ ist exrem aufwendig, liefert aber auch erstklassige Ergebnisse. Nicht selten benötigt es mehrere Tage, um komplexe Bilderfolgen zu rendern. Fotorealistische Resultate, die bis ins kleinste Detail – vom Schattenwurf bis hin zum Lichteinfall – stimmig sind und beinah lebensecht wirken, lassen sich auf diese Weise produzieren. Möchte man den Aufwand geringer halten, weil etwa die Zeit oder das Budget lange Renderzeiten nicht hergeben, oder auch weil man wie in der Videospielewelt flexibel in der Bewegungsausrichtung der Charaktere bleiben muss, kann man als Alternative auf das Echtzeit-Rendering zurückgreifen. Man spricht im Fach Jargon von „Real-time Rendering“. Wenn man hier von Echtzeit spricht, bedeutet es, dass mindestens 18-24 Bilder pro Sekunde erscheinen müssen. Vor allem leistungsstarke Garfikkarten und entsprechende Rendersoftware sind nötig um in real-time zu rendern.

Moderne Rendersoftware

Heute können Artists auf eine Vielzahl an modernen Rendersoftware Lösungen zurückgreifen. Ganz klar hat sich jedoch eines herauskristallisiert: Für 3D Visualisierungen, sowie 3D Animationen setzt man auf Offline-Renderer. Diese müssen besonders leistungsstark sein, um perfekte Ergebnisse zu erzielen. Red Shift oder Arnold lassen sich hier beispielsweise aufführen.

Ist man jedoch im VR oder Games Bereich tätig, wird man eher Real-Time Renderings nutzen. Hier leisten vor allem bei uns die Unreal Engine oder Unity gute Dienste.

Renderings kommen vor allem im Medien-, Vfx und Werbebereich zum Einsatz, sie dienen der Planung und Veranschaulichung von Produkten, Bühnenbespielungen oder Filmen.

3D Renderings können auf allen Vertrieb und-Marketingkanälen eingesetzt werden und schaffen es nicht selten das Unsichtbare sichtbar zu machen.